SEEM Standard – Ausbeutung von Mensch und Natur stoppen

Wir besitzen Goldschmuck oder Goldbarren. Ohne Gold wären z. B. auch Anwendungen in der Medizin oder Computer und Smartphones nicht denkbar. Aber haben wir uns auch einmal Gedanken darüber gemacht unter welchen Bedingungen dieses Gold gefördert wurde?

Die Arbeits- und Einkommensbedingungen der einheimischen Bevölkerung im Bergbau sind in der Regel sehr mangelhaft. Desweiteren werden die Minen oft ausgebeutet, ohne auf die Umwelt und die Menschen, die in der Region leben, Rücksicht zu nehmen.

“This investor, I would ask him to think about us here near the gold mine. This is our home, not his.“

N’gombe Lukala Kadaso

Zitat aus einem Bericht von “Aljazerra” über die Situation in den Goldminen von Tansania

Wir von Global Mining haben es uns zur Aufgabe gemacht eine andere Art des Bergbaus zu betreiben: den sozial-ökologisch-ökonomischen Bergbau. Aber was ist das?

Nachhaltige Wertschätzung von Mensch und Umwelt im Bergbau bei gleichzeitiger hoher Wirtschaftlichkeit.

Hierzu haben wir einen neuen Bergbaustandard entwickelt und feste Parameter zur Umsetzung definiert: SEEM (socio-ecological-economic mining). Diese Parameter werden in unseren fair.gold Minen konsequent und nachhaltig umgesetzt.

Socio ecological

  • Ausführung der Bergbauarbeiten nach europäischen Umweltstandards und Emissionswerten für Lärm, Boden, Wasser und Luft
  • Planung und Ausführung der Rehabilitation der Landschaft begleitend zur Abbauführung
  • Anlage und Ausbau der Außenhalden als potentielle, gut bewässerbare Landwirtschaftsflächen
  • Naturnaher Ausbau der Kleingewässer mit Fassungsanlagen für die Wasserbereitstellung und Feldbewässerung
  • Ansaat von Nutzpflanzen auf den geschaffenen Haldenflächen und Anlage von Fischteichen in einigen der Wasserfassungen
  • Umgestaltung der Restbergbaufläche nach Bergbauende in eine neue Nutzfläche. (Naturnutzung, landwirtschaftliche Nutzfläche, Wohnbebauung)
  • Bau von Trink- und Abwasserleitungen, erdverlegten Stromleitungen und Dorfstrassen
  • Rekrutierung der Arbeiter für die Bergbaugruben vorzugsweise aus den benachbarten Dörfern
  • Qualifizierung der Arbeiter zu Baumaschinisten
  • Einrichtung von Halbtagsstellen für Frauenarbeit in den Prozessaufbereitungsanlagen
  • Gewährung von Zuschüsse an die Schulen zur Ausbildung der Kinder
  • Koppelung der betriebsärztlichen Versorgung mit denen der Dörfer
  • Gründung von Lösch- und Brandschutzeinrichtungen in den Dörfern mit Übernahme der Aufgabe der Grubenwehr (Betriebsfeuerwehr)

Economic

  • Abbau von kleinen und mittleren Lagerstätten mit relativ hohen Erzgehalten
  • Investitionsvolumen von 1,8 Mio. EUR bis 20 Mio. EUR
  • Sehr niedrige Tiefe der Lagerstätten ermöglicht einen kostenschonenden Übertage-Abbau
  • Zertifiziertes Gutachten über den Ertragswert der Lagerstätten spätestens nach 6 Monaten
  • Produktion und Verkauf spätestens nach 12 Monaten
  • Zeitnahe Generierung von Cash-Flow
  • All-in-Costs wesentlich unter dem Branchendurchschnitt
  • Gewinnanteil für lokale Partner von mindestens 20%
  • Mindestens 2% des Umsatzes fließen in einen Rehabilitationsfond
  • Mindestens 1% des Rehabilitationsfonds und 5% der Gewinneinnahmen der lokalen Partner fließen jährlich in die Finanzierung sozial-ökologisch-ökonomischer Maßnahmen

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